„Die weißen Flecken in der Landkreiskarte verschwinden lassen“

Das Erfolgsmodell Seniorenwochen ist noch nicht überall angekommen – jetzt anmelden

Wer einmal dabei war, will auch künftig die Seniorenwochen wieder nutzen, um sich bekannt zu machen. Das jedenfalls lässt sich aus der Auswertung der Fragebögen der vergangenen Projektwochen herauslesen. „Wir als Organisatoren legen großen Wert auf dieses Feedback“, sagt Tobias Konrad. Er ist als Projektleiter beim Kommunalunternehmen des Landkreises zuständig für die Seniorenwochen, die 2019, vom 5. bis 18. Mai, in die elfte Runde gehen.

Rund 4.000 Menschen aus Stadt und Landkreis Würzburg nutzen 2018 die Angebote in den drei Wochen im Frühling. Rund die Hälfte von ihnen (49 Prozent) wurde über das Programmheft auf das jeweilige Angebot aufmerksam. Andere wurden über eine Anzeige im örtlichen Mitteilungsblatt oder ähnliche lokale Medien, (36 Prozent), Plakate (16 Prozent) oder Weiterempfehlung (9 Prozent) angesprochen.
Dass es sich für die Anbieter durchaus lohnen kann, örtliche Termine ins Programmheft zu setzen, die auch jenseits der Seniorenwochen stattfinden, beweist die Tatsache, dass im Schnitt nur ein Drittel der Teilnehmer (33 Prozent) Ortsansässige waren. 47 Prozent kamen aus anderen Landkreisgemeinden, 20 Prozent aus der Stadt Würzburg. „Unsere ursprüngliche Intention, Senioren über Ortsgrenzen hinweg auf die vorhandene Angebotsvielfalt aufmerksam zu machen, geht also tatsächlich auf“, kommentiert Konrad dieses Ergebnis.

Bei den Beweggründen der Teilnehmer halten sich der Wunsch nach Information (37 Prozent) und sozialen Kontakten (36 Prozent) etwa die Waage. Altersmäßig wird die Zielgruppe gut erreicht. 45 Prozent waren über 70 Jahre, 38 Prozent 56 bis 69 Jahre und 17 Prozent unter 55 Jahre, als sie sich auf den Weg zu einer der rund 180 Termine machten.

„Leider gibt es aber noch immer viele Kommunen, die sich bisher gar nicht beteiligen“, bedauert auch Landrat Eberhard Nuß. Eigentlich, auch das belegt die Bilanz, schadeten sich diese nur selbst, weil sie die Chance zusätzlicher Öffentlichkeitsarbeit ausließen. Denn die ist offenbar erfolgt – immerhin zeigen sich rund 79 Prozent der rund 60 Betroffenen mit ihr sehr zufrieden und 17,5 Prozent zufrieden.
2019 beginnen die Seniorenwochen am 5. Mai mit der Auftaktveranstaltung in Bergheim. Das Schwerpunktthema lautet „Kultureller Genuss im Alter!“ Wobei wie immer gilt, dass sich dieser Idee nicht alles unterordnen muss, das Spektrum der Ideen breit sein kann.

Anmeldungen sind offiziell noch bis 16. November möglich. Aber auch bei Nachzüglern, die bis Ende November eintrudeln, drückt Konrad beide Augen zu und nimmt die Termine noch ins Programm auf, verrät er. Über die Homepage der Seniorenwochen können Anbieter nach der Registrierung ihre Einträge selbst anmelden.

Einen ganz großen Wunsch hat Nuß bei allem Erfolg in den ersten zehn Jahren allerdings. „Ich möchte gerne, dass die weißen Lücken in der Landkreiskarte verschwinden. 24 von 52 Kommunen tauchten bei uns 2018 nicht auf. Es ist doch schade, wenn manch einer etwas sucht, was es im Nachbarort möglicherweise gibt, von dem er aber nichts weiß“. Hier könne das Programmheft der Seniorenwochen Abhilfe schaffen – und zugleich als Ideenbörse für die kommunalen Anbieter dienen.

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